04.11.2018: Rückruf Daimler – Verjährung Ihrer Ansprüche gegen Händler

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat in einer Vielzahl von Diesel-Fahrzeugen der Euro-6-Norm unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden, die Daimler nun beseitigen muss. Theoretisch droht sonst eine Stilllegung der Fahrzeuge bzw. der Entzug der Betriebserlaubnis. Ein solches Szenario stellt nach ganz überwiegender Rechtsprechung in Sachen Volkswagen einen Sach- und Rechtsmangel im Sinne des deutschen Kaufvertragsrechts dar, der die Käufer dazu berechtigt, Mangelansprüche gegen die Verkäufer geltend zu machen.

Die Kanzlei Dr. Späth & Partner mbB, Berlin, geht seit Anfang dieses Jahres gegen die Daimler AG vor und hat bereits zahlreiche Schadensersatzklagen wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung eingereicht. Daneben bereiten wir nun auch weitere Klagen gegen die Verkäufer vor, da spätestens mit Beginn der Rückruf-Aktion klar ist, dass die betroffenen Fahrzeuge im kaufvertraglichen Sinne mangelhaft sind. Die Eigentümer können vom Kaufvertrag zurücktreten oder Neulieferung eines identischen Fahrzeugs aus der aktuellen Serienproduktion verlangen, ausgestattet mit der neuen Motoren-Generation, die keine Abschalteinrichtungen beinhaltet.

Hierbei ist allerdings die Verjährungsfrist von zwei Jahren, beginnend mit Übergabe des Fahrzeugs, zu beachten. Wer also von einem Rückruf betroffen ist und sein Fahrzeug ab Dezember 2016 oder später erworben hat, sollte sich beeilen und verjährungshemmende Maßnahmen ergreifen.

Unsere Kanzlei berät Sie hierbei fachkundig. Wir bieten eine erste kostenlose Einschätzung Ihres Falls an und übernehmen auch die Deckungsanfrage an Ihre Rechtschutzversicherung.

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