18.04.2018: Razzia bei Porsche

Medienberichten zufolge haben 33 Staatsanwälte und 160 Polizeibeamte am heutigen Mittwoch zehn Objekte des Autobauers Porsche AG in Bayern und Baden-Württemberg durchsucht. Die Ermittlungen würden sich gegen Mitarbeiter des Unternehmens wegen des Verdachts auf Betrug und strafbare Werbung richten, unter den drei Beschuldigten soll sich auch ein Vorstandsmitglied befinden.

Dabei soll es um mögliche Manipulationen der Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen gehen, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Damit gerät nun neben VW, Audi, Daimler und BMW auch Porsche verstärkt ins Visier der Ermittler.

Bereits im Jahr 2016 wurde nach Zweifeln an der Abgasreinigung ein freiwilliger Rückruf des Modells Porsche Macan begonnen, im Juli 2017 ordnete Bundesverkehrsminister Dobrindt dann ein Zulassungsverbot für den Geländewagen Porsche Cayenne TDI mit 3.0 Liter-Motor an. Die Motoren für die Dieselmodelle wurden dabei von der Konzernschwester Audi geliefert.

Betroffene Porsche-Besitzer sollten ihre rechtlichen Möglichkeiten überprüfen lassen. Grundsätzlich hat jeder Fahrer Anspruch auf ein mangelfreies Fahrzeug. Illegale Abschalteinrichtungen an der Abgasreinigung stellen nach ständiger Rechtsprechung nicht nur einen Sachmangel dar, der Ansprüche gegen den Verkäufer eröffnet, sondern auch eine “vorsätzliche sittenwidrige Schädigung”, die Schadensersatzansprüche gegen den Hersteller auslöst.

Vorsicht ist nach Ansicht von Dr. Späth & Partner Rechtsanwälte, Berlin, generell auch bei einem Software-Update geboten, da die Laufleistung des Motors oder der Verbrauch negativ beeinflusst werden und Schäden an Abgasteilen drohen können.

Wir beraten Sie gerne unverbindich zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten.

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